ANDEN
Chile & Boliven & Peru
Von eisigen Andengipfeln bis zum Segelabenteuer in sturmumtosten Fjorden Patagoniens
„ ... das Klirren und Knistern des Eises in der sonstigen Stille verstärkte die Spannung, der kalte Hauch des Gletschers hatte uns längst erreicht. Vorsichtig tastend schob sich der Bug der SY Nomad zwischen den ersten Eisbergen hindurch. Nur mehr wenige Seemeilen trennten uns von der gewaltigen Gletscherzunge, die sich ihren Weg vom patagonischen Inlandeis in die Laguna San Rafael erobert hatte. Blau ragten die Eistürme vor uns empor - wie winzig klein wir doch waren ...
Wie ganz anders war doch das Gefühl hoch oben zu stehen. Ich erinnerte mich an den Anblick der gleißenden 6000er Andengipfel unter der sehnsüchtig erwarteten Sonne, der Himmel stahlblau - ähnlich klang nur das Knirschen gefrorenen Schnees unter unseren Steigeisen, in der sonstigen Stille ...“
Der Fotograf und Bergführer Hans Thurner präsentiert in seiner Diashow die Faszination bekannter kultureller Schauplätze und die landschaftliche Vielfalt Südamerikas, wie es etwa die Atacama Wüste, der Salar de Uyuni, das Altiplano, der Titicaca See, die berühmten Nazca Linien oder Machu Picchu sind. Highlights seiner Reisen sind u.a. die Besteigung des „schönsten“ Berges der Erde, des 5947m hohen Alpamayo sowie eine 12 tägige Umrundung der Cordillera Huayhuash - einer der weltweit beeindruckendsten Trekkingtouren. Ein stürmischer Segeltörn in den Fjorden Patagoniens rundet das Reise- und Bergabenteuer ab.
Chile, Boliven, Peru – Länder voller Gegensätze, gemeinsame Heimat unterschiedlichster Kulturen und ihrer bewegten Geschichte. Menschenunwürdige Verhältnisse in den Silber-, Zinn - und Salpeterminen ehemaliger Schatzkammern der andinen Welt zeugen noch heute von kolonialer Ausbeutung, und der kritische Blick Pablo Nerudas lenkt auf makabere Orte und Szenerien politischer und militärischer Machtherrschaft.
Doch Neruda ist auch ein Poet, der die Liebe zu diesem Land auf seine Art besingt - er wird uns begleiten:
„... ich verstehe, daß ein Land Rätsel aufgibt, das am eisigen Südpol beginnt und sich bis zu Salzsteppen und -wüsten hinzieht, wo es ein Jahrhundert lang nicht regnet.
Unter den Vulkanen, vor den Schneebergen, zwischen den großen Seen – der wohlriechende, der stille, der chilenische Wald. Wer den chilenischen Wald nicht kennt, kennt diesen Planeten nicht.“
Pablo Neruda (aus: Ich bekenne, ich habe gelebt)